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Der Begriff gravieren kommt aus dem französischem und bedeutet „eingraben“. Würde man diese Technik richtigerweise auf das Ritzen von Höhlenbildern aus der Steinzeit anwenden wäre der Graveurberuf eines der ältesten Handwerke der Erde. Der Graveur im heutigen Sinn arbeitet aber hauptsächlich mit metallischem Werkstoff ,und die Arbeitstechnik wird nicht als ritzen sondern als schneiden, meißeln, und ziselieren bezeichnet.In der Frühgeschichte waren diese Techniken bei den Kunsthandwerkern und Goldschmieden beheimatet. Am Beginn der Neuzeit ca 14 Jhd. nahmen die Städte, und somit das Handwerk an Bedeutung zu, und es trat eine Spezialisierung verbundener Handwerksgruppen ein. Seit dieser Zeit ist die Bearbeitungstechnik und auch weitere Spezialisierung immer im Gleichlauf mit der Entwicklung von Werkzeugen und Maschinen.

Die Technik des Flachgravierens auf das ich hier im besonderen eingehen möchte wurde hauptsächlich zur Beschriftung und Verzierung von flächigen Körpern und Gegenständen eingesetzt. Es wird mit sogenannten „Sticheln“, die unterschiedliche Profilformen haben, Material in linearer oder flächiger Form aus dem Werkstück herausgeschnitten.

Es unterscheidet sich zur heute oft angewandten Form der „Diamantritztechnik“, bei der das Material nur gestaucht und verdrängt aber nicht weggeschnitten wird. Diese Unterschiede sind bei genauerer Betrachtung zu erkennen.

Der Flachstich wurde als Verzierungstechnik in Serienfertigung bis ins 18 Jhd. eingesetzt, dann aber durch Prägetechnik und Maschinen stark verdrängt. Mit den Maschinen wurde zwar die Fehlerquote gesenkt jedoch ging die Individualität die früher auch in Massenprodukten zu finden war verloren.

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Anwendung:

  • Stechen von Monogrammen und Wappen auf Schmuck
  • Besteck
  • Geschirr
  • Zinn
  • Schreibgeräten
  • Gravieren von Text Namen und Widmungen